Historische Entwicklung des Osnabrücker Spielverein 1916

1916 - Gründung

Der 1916 gegründete Osnabrücker Spielverein spielte zuerst auf dem Platz des damaligen FC Teutonia (heute Krematorium). Der 1. Weltkrieg zerriss die neu gegründete Gemeinschaft. Nach Kriegsende bildete eine Reihe von Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren einen Straßen-Fußballclub, der sich „Jugendclub Spielverein 1919“ nannte. Sonntags ging es mangels Spielplatz zur Netter Heide (45 Minuten Fußweg). Im Oktober fand das 1. Heimspiel am Blumenhaller Weg auf dem neuen Sportplatz statt, der, hervorgehend aus einer sumpfigen Wiese mit Hecken und Bäumen, aus eigener Kraft geschaffen wurde. Die Premiere ging gegen die 2. Mannschaft des Sportvereins 08 mit 2:1 verloren.

Daraufhin entstanden die Vereinsfarben „Schwarz-Gelb“ und es wurde die Spielkleidung festgelegt: weißes Trikot und schwarze Hose. Der Vereinsname wurde in „F.C. Spielverein“ und später wieder in „Osnabrücker Spielverein 1916“ umgeändert.

1929 - Veränderung des Geländes

1929 kam es zur ersten Erneuerung der Sportanlage für insgesamt 1.000 Reichsmark. Die Spielfläche wurde vergrößert und eine Laufbahn gebaut.

1946 - 1948

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden der Sportplatz und die Blumehalle von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Daher fusionierte der nach Kriegsende von Kriegsüberlebenden gegründete „Osnabrücker Sportfreunde“ (alte Vereinsnamen waren verboten) am 19.4.1946 mit dem OTB. 1948 nannte man sich wieder „Osnabrücker Spielverein 1916“.

1948 - 1955

Das heute noch bestehende Vereinsheim mit Umkleideräumen und einer Wohnung für den Platzwart wurde 1948 nach Entwürfen des Architekten Stahlenburg entworfen. Nach dem Kauf von Baumaterialien für 6.000 Reichsmark (vor dem Währungsstichtag) erfolgte ein großer Arbeitsteil in Eigenleistung der Mitglieder. Nachdem die Beschlagnahme des Sportplatzes 1953 aufgehoben wurde, mussten für insgesamt 14.000 DM Renovierungsarbeiten stattfinden, die Anfang August 1955 beendet waren.

1964

Ende 1964 begann der Baustart des brachliegenden Geländes des ehemaligen Prießnitzbades zum 2. Sportplatz, das unmittelbar an die Sportanlage angrenzt (heute „B-Platz“).

Mitgliederentwicklung

1921 wurden ohne Jugendliche über 100 Mitglieder erreicht, 10 Jahre später waren es noch 60 Senioren mit 4 Herrenmannschaften. Am 1.1.1939 wurden 102 Mitglieder gezählt. Auf Grund des Krieges schrumpfte die Anzahl im April 1941 auf 34 (zzgl. 69 Soldaten). Im Juni 1966 (50-jähriges Bestehen) waren bereits 368 Mitglieder in 4 Herren-, 1 Alt-Herren-, 8 Jugend-, 3 Handball- und 1 Tischtennismannschaft(en) angemeldet. 1970 hatte SV 16 beinahe 420 Mitglieder zu verzeichnen, 1978 sogar 434.